VR-Bank-Asperg-Markgröningen eG, Volksbank Ludwigsburg eG und VR-Bank Neckar Enz eG informieren Kunden aktiv über BGH-Urteil

Mit dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 27.04.2021 zur bisherigen Zustimmungspraxis bei Preisanpassungen sehen auch die drei in Fusion befindlichen großen Genossenschaftsbanken im Landkreis Ludwigsburg „viel Informations- und Abstimmungsbedarf“ bei ihren Kunden und sind jetzt auf diese zugegangen.

„Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kundinnen und Kunden ist und bleibt uns enorm wichtig“, so Timm Häberle, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Neckar-Enz. Daher hätten alle drei Häuser nun beschlossen, gemeinsam über die Hintergründe und Auswirkungen zu informieren und verschiedene Problemlösungen anzubieten.

Neue Vereinbarungsformen durch BGH notwendig

„Hierbei ist eines besonders hervorzuheben: Das BGH-Urteil gegen die Postbank bedeutet nicht, dass unsere jeweiligen Preismodelle falsch oder kritikwürdig wären. Das Urteil besagt lediglich, dass die Einführung oder Erhöhung von Gebühren anderer Formen der Vereinbarung zwischen Banken und Kunden bedürfen“, erläutert Thomas Palus, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Ludwigsburg.

Fakt sei aber auch, dass dieses Urteil zwischen vielen Kundinnen und Kunden und ihren Banken ein unklares Vertragsverhältnis bei den Girokonten geschaffen habe: „Wir entschuldigen uns für den entstehenden Mehraufwand, haben aber mit Datum vom 25. August im beiderseitigen Interesse alle betroffenen Kunden angeschrieben, um zu informieren und rasch wieder eine gemeinsame Vereinbarung zum jeweils aktuellen Kontomodell zu finden.“

Konto als Ausdruck einer Dienstleistungspalette

„Unsere Kunden schätzen den umfassenden Service, der Ihnen für einen geringen monatlichen Betrag angeboten wird:

  • Rund um die Uhr weltweit moderne Zahlungsmöglichkeiten vom Bargeld bis zum kontaktlosen Bezahlen in Läden, mit Apple Pay oder per Echtzeitüberweisung.
  • Bundesweit Zugriff auf ein dichtes Netz von über 17.000 Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken mit kostenloser Geldverfügung.
  • Kreisweit 60 Filialen und Standorte in leicht erreichbarer Nähe mit persönlichen Ansprechpartnern und einem SB-Service rund um die Uhr.
  • Das Angebot telefonischer Services und persönlicher Beratungstermine wochentags von 8 bis 20 Uhr.
  • Ein hochmodernes, sicheres Online-Banking samt Banking-App auf mobilen Endgeräten ergänzt um ein wachsendes Onlineangebot von mehr als 50 Services zur Erledigung rund ums Girokonto.
  • Das Einhalten höchster Datensicherheitsstandards und zeitgemäße Datenservices wie etwa die Onlinespeicherung von Kontoauszügen für bis zu 10 Jahre.

Um dieses hohe Niveau an Dienstleistungen aufrechterhalten zu können oder gar auszubauen, investieren wir viel Geld und Arbeitskraft“, listet Urban Krappen, Vorstandssprecher der VR-Bank Asperg-Markgröningen auf.

Fortführung aller Konten oberstes Ziel

Alle von BGH-Urteil betroffenen Kundenhaushalte wurden direkt angeschrieben und darauf hingewiesen, dass all die Leistungen, wie im entsprechenden Kontomodell vorgegeben, natürlich nur gegen Entgelt zu erbringen seien. In beigefügten Preistableaus könnten sich die Kunden hierüber nochmals in alle Ruhe informieren und gerne auch bei ihrem Bankberater hierzu nachfragen. Denn selbstverständlich gehörten alle drei Banken als genossenschaftliche Einrichtung von Menschen für Menschen ja ihren Mitgliedern und achteten daher auch auf nachhaltiges und faires Wirtschaften im Sinne des Mitgliederauftrags.

Und natürlich wollen alle drei Häuser auch in Zukunft als dann neu entstandene VR-Bank Ludwigsburg weiterhin für alle Kundinnen und Kunden da sein. Aus diesem Grund werden gleich mehrere bequeme und flexible Möglichkeiten einer Zustimmung zur bisherigen und jetzigen Kontoführung angeboten:

Man kann auf einer eigens eingerichteten Website digital zustimmen oder die im Brief bereitgestellte Zustimmungserklärung unterschrieben per Post oder Fax zusenden. Die persönliche Abgabe einer Erklärung in einer der vielen Filiale ist natürlich auch möglich.

Der Kunde kann es sich aber auch sehr einfach machen: als weitere Möglichkeit der Zustimmung werten die Banken die aktive Nutzung von Kontodienstleistungen in einem dem Kunden  nun mitgeteilten Zeitraum bei vorliegendem Preistableau: nur eine Einzahlung, Auszahlung oder Überweisung ist vorzunehmen oder die Giro- oder Kreditkarte ist zu benutzen, um dem Angebot der Hausbank zuzustimmen.

Für mögliche Sonderwünsche gibt es ebenfalls Regelungen. Etwa, wenn ein Kunde kein Konto mehr wünscht und nur auf die zu viel gezahlten Gebühren seit der letzten Gebührenanpassung Wert legt, die die Banken selbstverständlich zurückerstatten.